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Wie entstehen eigentlich Umfragen zu Wahlen (Sonntagsfrage)?

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Es ist Sonntag und wir befinden uns in Bremen inmitten des Wahlkampfs. Im Mai stehen Kommunal-, Landtags- und die Europawahl an. Deshalb wird immer häufiger von der sogenannten Sonntagsfrage geredet und über Umfrageergebnisse diskutiert. Wie entstehen die Umfragen zu Wahlen? Diese Frage beantworte ich heute auf meinem Blog.

Meinungsumfragen vor Wahlen

Meinungsumfragen vor Wahlen werden von professionellen Instituten durchgeführt. Meist werden sie auch als Sonntagsfrage bezeichnet. So kann man die Sonntagsfrage mit der „Gretchenfrage“ aus Goethes Faust vergleichen. Auf beide Fragen soll die Antwort nach bestem Gewissen formuliert werden. Wie lautet die Sonntagsfrage ganz genau? Wenn am kommenden Sonntag Wahlen wären, welche Partei würden Sie wählen?

Die Meinungsforschungsinstitute legen zum Beispiel für eine Umfrage zuvor eine bestimmte Personenzahl aus verschiedenen Bevölkerungsschichten fest. Dadurch soll die Umfrage später als repräsentativ gelten und aussagekräftig sein. Für die Auswertung der Befragung gibt es eine bestimmte Methode. Sie heißt statistische Hochrechnung an deren Ende die Prognose zum Wahlausgang steht.

Umfragemethoden

Die Institute haben zur Ermittlung der Wahlabsicht verschiedene Methoden. Eine davon ist, dass den Befragten als Antwortmöglichkeit mehrere Parteien der Wahlliste zur Auswahl gestellt werden. Aus dieser Vorgabe muss der Befragte sich für eine Antwortmöglichkeit entscheiden. Diese persönlichen Umfragen geschehen per Hausbesuche oder per Straßenbefragung.

Bei einer anderen Methode sollen die Befragten spontan ihre favorisierte Partei aus dem Bauch heraus benennen. Aus Kostengründen werden aktuell meistens Umfragen per Telefon durchgeführt. Wahlumfragen finden in der Regel zeitnah vor Wahlen statt. Die Veröffentlichung der Ergebnisse können oder sollen das Wahlverhalten am eigentlichen Wahltag beeinflussen.

Trefferquote von Prognosen

Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass Wahlprognosen oft eine beachtliche Fehlerbreite aufweisen. Dabei spielt die Ehrlichkeit der Befragten eine Rolle. Denn nicht alle Antworten bilden die echte eigene Meinung ab.

Mal ist der Befragte noch unentschlossen, mal will der Befragte sich nicht outen und gibt was Falsches an, und mal ändert er bis zur Wahl noch seine Meinung. Deshalb sind Prognosen von Meinungsumfragen im Prinzip ungenauer als Wettervorhersagen.

Auftraggeber für Meinungsumfragen kommen häufig aus den Medien oder aus der Parteienlandschaft selbst. Denn die Absicht von Meinungsumfragen und deren Veröffentlichung ist unter anderem die Sensibilisierung der Wahlberechtigten. Das Ziel ist eine möglichst hohe Wahlbeteiligung.

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