Wildbiene im Garten

Rettet die Wildbienen: Volksbegehren für Artenvielfalt

In letzter Zeit sorgte das Volksbegehren für Artenvielfalt für Aufsehen. Dabei geht es vor allem darum, die Wildbienen zu schützen. Das Volksbegehren, das von bayerischen Umweltaktivisten gegründet wurde, hat in kürzester Zeit die benötigten Stimmen gesammelt. Über zehn Prozent aller Wahlbeteiligten in Bayern haben ihre Unterschrift dafür abgegeben. Ziel ist es, eine Änderung am bayerischen Umweltschutzgesetz vorzunehmen.

Die Forderungen der Gruppe

Die Befürworter des Begehrens wollen dazu beitragen, Bayerns Natur zu schützen. Unter der Vorraussetzung, dass die entsprechenden Gesetzesänderungen verabschiedet werden: schaffen die Gesetzen mehr Lebensräume für bedrohte Tierarten in Bayern. Bestehende Biotope sollen besser miteinander verbunden werden, da von den Befürwortern kritisiert wird, dass Städte, Ackerbau und Straßen zu unüberwindbaren Hindernissen für die Tiere geworden sind.

Zudem wird gefordert, dass bereits in der Schule mehr über die Notwendigkeit der Artenvielfalt gelehrt wird. Auch Bauern sollen erkennen, dass es besser sei, nachhaltig und natürlich zu arbeiten. Über die Erfolge der Gesetzesänderungen sollen die Bürger Bayerns jährlich Bescheid bekommen. Es wird nämlich auch gefordert, dass entsprechende Zahlen von der Landesregierungen Jahr für Jahr veröffentlicht werden sollen. Weiterhin wird die bisherige Intransparenz der Landesregierung kritisiert. Bauern, die ökologisch und biologisch anbauen, sollen mehr Unterstützung vom Staat bekommen. So soll die Zahl der nachhaltig arbeitenden Bauern vergrößert werden und der Import von Bio-Gütern aus anderen Ländern gesenkt werden.

Wildbienen und Pestizide

Um die Wildbienen zu schützen fordert das Volksbegehren Artenvielfalt zudem die Umwandlung von Grünflächen in Blühwiesen. Zehn Prozent dieser Flächen sollen demnach in Blühwiesen umgewandelt werden. Bienen und andere Insekten sollen so mehr Nahrung bekommen.

Es soll auch gegen Pestizide vorgegangen werden. Die konventionelle Landwirtschaft wird nach der Vorlage sanktioniert, um dem biologischen Anbau zu weichen. Die Benutzung von Pestiziden stelle eine wesentliche Bedrohung für die Artenvielfalt Bayerns dar, so das Volksbegehren.

Zuletzt wird betont, dass das Programm keineswegs gegen Bauern gerichtet sei. Es sollen große Mengen an Fördergeldern zur Verfügung gestellt werden, um den Bauern den Umstieg möglichst schadensfrei zu ermöglichen.

Standpunkte der Gegner

Die Kritiker sind der Meinung, die Forderungen würden zu stark gegen die Landwirtschaft vorgehen. Demnach würden die neuen Auflagen die Landwirte in ihrem Handeln zu sehr einschränken. Es wird außerdem damit argumentiert, dass Umweltschutz freiwillig sein sollte, anstatt für jeden verpflichtend zu sein. Das könnte dazu führen, dass junge Landwirte oder Umweltschützer allgemein den Enthusiasmus an ihrer Arbeit verlieren könnten.

Der Hintergrund

Seit Jahrzehnten leidet die Umwelt an einem noch nicht dagewesenem Artensterben.  Die Insekten, insbesondere die Wildbienen, sind betroffen. Diese Lebewesen sind allerdings ein wichtiger Bestandteil des Lebens auf der Erde. Ohne ihren Einfluss könnte es zu einer Kettenreaktion kommen, die die Natur, wie wir sie jetzt kennen, für immer verändern könnte. Bienen sind dabei mit ihrer Bestäubung der Pflanzen von zentraler Bedeutung.

Das Volksbegehren erreichte einen Tag vor Fristenende die benötigte Anzahl der Unterschriften. Nun muss sich der bayerische Landtag damit befassen.

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