Bienentagebuch Gartenbienen

Bienentagebuch – Teil 6: Glossar

Heute gibt es zu unseren Gartenbienen ein paar kurze Begriffserklärungen während ich im Hintergrund an einem längeren Beitrag über die Bienenhaltung als Hobby und der aktuell anstehenden Vorbereitungen für die Einwinterung unseres Bienenvolkes arbeite.

Die Honigbiene – Sie zählt zu den wichtigsten Nutztieren der Erde

Biene beim SammelnBildnachweis: Sabrina Czak
Honigbiene beim Sammeln von Nektar und Pollen

Bienen gehören zu den Insekten. Wie schmerzhaft ihr Stich ist, hast Du vielleicht schon selbst erfahren. Überlebensfähig ist der Hautflügler nur in großer Gemeinschaft. Grund dafür ist die sogenannte Schwarmintelligenz, die jedes Bienenvolk besitzt. Der gemeinsame Verstand dient dem Schutz, der Versorgung und der Fortpflanzung eines Staates. Mehr als 60.000 Individuen bevölkern den einzigartigen Superorganismus. Als Mutter aller Bienen gilt die Königin. Sie sorgt als einzige für Nachwuchs. Arbeiterinnen übernehmen ihre Überwinterung.

Sicherlich sind Dir Drohnen bekannt. Bis zu 2.000 männliche Artgenossen weist ein Bienenstock auf. Ihre Aufgabe besteht darin, die Königin zu befruchten. Zur Eiablage dienen Waben. In ihnen entwickeln sich die Larven. Für ihre Fütterung sind Ammenbienen verantwortlich. Jede sechseckige Wabe ist ein Wunderwerk emsiger Baumeisterinnen. Um Vorräte anzulegen und Honig zu produzieren sind die senkrecht hängenden Wachsplatten optimal. Dazu sammeln die Bienen in der Blütezeit Nektar. Ganz nebenbei bestäubt das fleißige Völkchen Obst- und Gemüsepflanzen.

Magazinbeute

Magazinbeute
Magazinbeute, Flugloch

Bei einer Magazinbeute handelt es sich um die Behausung für Honigbienen, die in Imkereien verwendet wird. Sie wird auch gerne Bienenbeute genannt und besteht aus einem Boden und meist mehrere übereinander gesetzte Zargen mit einem Deckel. Die Magazinbeute ist oben offen, sodass der Imker von oben Rahmen mit Bienenwaben einhängen kann. Die Zargen werden meistens aus Holz oder Kunststoff hergestellt und sind unten mit einem Flugloch versehen. Der Deckel dient als Wetterschutz.

In so eine Bienenbeute werden je nach Volksstärke bis zu vier oder fünf Zargen benutzt. Die Volksentwicklung findet von unten nach oben statt. Der Brutraum mit Brutnest befindet sich im unteren Teil. Darüber findest Du den Honigraum mit den Honigwaben. Imker, die reine Honigwaben erzeugen wollen, setzen ein Absperrgitter zwischen Honig- und Brutraum ein. Durch so ein Gitter passt die große Bienenkönigin nicht hindurch. Sie kann dann keine Eier im Honigraum legen, sodass das Bebrüten des Honigraums auf simple Weise verhindert wird.

Einwinterung

Gartenbienen beim Einfüttern

Honigbienen bilden mehrjährige Völker. Deren Bienen überwintern gemeinsam in Bienenstöcken, in denen sie eine Wintertraube bilden. Auf diese Art schützen sie sich vor der Kälte. Die Bienenkönigin sitzt dabei in der Mitte der Traube. Die Form der Traube ist mit einer Schwarmtraube vergleichbar. Um so tiefer die Temperaturen sinken, desto enger ziehen sich die Bienen zusammen.

Du denkst vielleicht, dass die Winterbienen einen Winterschlaf oder eine Winterruhe halten? Das stimmt jedoch nicht ganz. Denn die Bienen bleiben stets aktiv, indem Sie die Flügelmuskeln in Bewegung halten. Auf diese Art wird Wärme im Inneren der Bienentraube erzeugt. Zudem drängen die außen an der Traube hängenden Tiere ins Innere, bevor sie erfrieren. Die im Inneren befindlichen Tiere wandern dann nach außen, wodurch jede Winterbiene ständig in Bewegung bleibt. Als Futterquelle dient der eingelagerte Honig, der von der Wintertraube teilweise belagert wird und zu dem immer Kontakt bestehen muss. Die Winterbienen würden sonst verhungern.

Rundmade

Waben mit Rundmaden
Wabe mit Rundmaden

Bei der Rundmade handelt es sich um einen Entwicklungsschritt im Bienenleben der Honigbiene, die sich insgesamt viermal häutet. Die Entwicklung vom Ei bis zur Biene dauert zwischen 16 und 24 Tagen, je nachdem, ob es sich um eine Königin, eine Arbeiterin oder einen Drohn handelt. Nachdem aus dem Ei eine Larve geschlüpft ist, wird aus ihr eine Rundmade. Diese wächst dann zur Streckmade weiter. Nach zehn Tagen verdeckeln die Arbeiterinnen dann die Waben. Wenig später schlüpft die Biene.

Das Bienenleben als Rundmade dauert etwa fünf bis sechs Tage lang. In den ersten Tagen ernährt sich die Rundmade von Futtersaft, danach von Honig und Pollen. Insgesamt wird sie zwischen 2.000 und 3.000 Mal gefüttert. In nur fünf Tagen erreicht die Rundmade der Arbeiterin ein maximales Gewicht von bis zu 160 Milligramm. Das entspricht etwa das Fünfhundertfache ihres Ausgangsgewichts. Erst wenn die Rundmade ihr maximales Gewicht erreicht hat, streckt sie sich. Als Streckmade nimmt sie keine weitere Nahrung auf.

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